Wer sein altes Auto verschenkte und auf grosszügige Händlerrabatte verzichtete, konnte eine staatliche Prämie kassieren
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Der Schwindel mit der Abwrackprämie

Es war eine gigantische Umweltlüge, durchsichtig wie ein Fischernetz und trotzdem sind Hunderttausende (insgesamt wurden 1.706.839 Anträgen gestellt) drauf reingefallen:
2.500 Euro Zuschuss konnte man 2009 erhalten, wenn man sein altes Auto vernichtete und dafür ein neues oder einen Jahreswagen kaufte.
Natürlich hatte das alles nichts mit Umweltschutz zu tun, sondern es war ein staatlich finanziertes Marketing-Programm für die Automobilkonzerne. 2.500 Euro "sparen" beim Autokauf - das ist nichts besonderes: Meistens geben die Händler noch grössere Rabatte, vor allem, wenn ein Modell-Wechsel ansteht.

Für die Autoindustrie also ein gutes Geschäft: Die Rabatte hat der Staat übernommen (und das bedeutet natürlich: Wir alle, also letzlich auch die Autokäufer. Mit anderen Worten: Es gab genau genommen gar keine Rabatte, es war ein Taschenspieler-Trick. Die Gelder der Bürger wurden über den Umweg "Staat" an die Autoindustrie abgeführt.)
Aber diese Rabatte sind von der Autoindustrie sowieso längst eingepreist; etwas anderes war noch wichtiger: Der Staat hat das Marketing übernommen. Der Staat, der (zumindest damals noch) bei den Bürgern ein hohes Ansehen geniesst, empfiehlt den Kauf eines Fahrzeugs. Es ist klar, dass ein solches staatliches Angebot sehr viel glaubwürdiger ist, als ein entsprechendes Angebot der Autokonzerne. Und auch den riesigen Propaganda-Aufwand hat der Staat - also die Bürger - bezahlt.

Damit der Gebrauchtwagenmarkt nicht überschwappt, wurde der Käufer verpflichtet, sein altes Auto zu verschrotten.

Und dieses ganze Konjunkturprogramm zugunsten der Autoindustrie wurde auch noch garniert mit dem Begriff "Umweltprämie", denn durch die neuen Autos würde ja die Schadstoffbelastung sinken.

Tatsächlich war das ganze eine widerwärtige Umwelt-Schädigungsaktion. Die neuen Autos sind nämlich nicht vom Himmel gefallen,sondern wurden mit hohem Energie- und Rohstoffaufwand produziert. Da die durch die "Umweltprämie" stimulierte vorzeitige Entsorgung der älteren Fahrzeuge ohne Rücksicht auf deren technischen Zustand durchgeführt wurde, wird sie zumindest in sehr vielen, vermutlich den meisten Fällen unökologisch gewesen sein.


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